Geschichte der Reinhard-Süring-Stiftung

 

Gründung der Stiftung

Die Gründung der Reinhard-Süring-Stiftung (RSS) geht zurück auf die Initiative einer Gruppe deutscher Meteorologen* aus dem Jahr 2005. Mit ihr sollte seinerzeit versucht werden, den Betrieb der „Säkularstation“  auf dem Potsdamer Telegrafenberg als bemannte Wetterbeobachtungsstation über das Jahr 2007 hinaus weiterhin zu ermöglichen. Anlass hierfür waren Pläne des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Rahmen seiner Strategie für das Mess- und Beobachtungsnetz, diese Station zum 01.01.2008 zu automatisieren.

Als Stiftungszweck wurde demnach die „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ insbesondere durch die „Unterstützung von Maßnahmen zur Erfassung, Sicherung und Aufbereitung klimatologischer Daten“ formuliert. Durch eine Vielzahl von Spenden konnte das Gründungskapital von 50.000,- € aufgebracht werden, so dass die Reinhard-Süring-Stiftung im Dezember 2005 durch das Land Brandenburg anerkannt und in das Stiftungsverzeichnis des Landes eingetragen werden konnte. Um allein aus den Erträgen der Stiftung den Betrieb der Säkularstation Potsdam zu gewährleisten, hätte das Stiftungskapital in ca. zwei Jahren aber auf etwa 5 Millionen Euro erhöht werden müssen, ein außerordentlich ambitioniertes Vorhaben.

 

Entwicklung der Stiftung

Mit der Weiterentwicklung seiner Strategie beschloss der DWD im Jahr 2006 die Einrichtung von sogenannten „Klimareferenzstationen“. Dadurch war zunächst die Fortführung der klassischen Beobachtungen an der Potsdamer Säkularstation abgesichert. Nachdem mit dieser Entscheidung des DWD ein Hauptzweck der Gründung der RSS nicht mehr verfolgt werden musste, beschlossen Kuratorium und Vorstand der RSS im August 2008 gemeinsam, die Stiftung enger an die „Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG)“ anzubinden und die Auslegung der Stiftungs-Satzung zu modifizieren. Dazu wurde der Zweck der Stiftung über die Erfassung und Aufbereitung klimatologischer Daten hinaus weiter gefasst. Die Nähe der RSS zur DMG fand ihren organisatorischen Ausdruck darin, dass aktive oder ehemalige Vorstandsmitglieder der DMG und ihrer in Berlin und Brandenburg ansässigen Sektion sich zur Mitarbeit im RSS-Vorstand bereitfanden. Inzwischen finden regelmäßig Abstimmungsgespräche zwischen den Vorständen von DMG und RSS statt. Im Jahr 2018 wurde das Förderkonzept der Stiftung überarbeitet und umfasst nunmehr die unter „Fördermaßnahmen“ aufgeführten Aktivitäten.